Bodensee 2001

Am Dienstag, den 12.06.2001 sind wir um 9.00 Uhr bei strömendem Regen in Hamburg losgefahren. Bis Seesen haben wir die Autobahn benutzt, dann ging es über Bundes- und Landstrassen weiter und da uns der Regen kurz vor Hildesheim verlassen hatte, wurde es eine super Tour. Erst fuhren wir noch ein Stück durch den Harz und durchs Eichsfeld, bis wir am Rande der Rhön in Bad Hersfeld, genauer gesagt in Unterhauen, übernachteten.

Die Pension bei Bad Hersfeld

Pause im Spessart
Das Technikmuseum in Sinsheim

Am 13.06.2001 ging es durch Waldhessen Richtung Spessart und weiter durch den Odenwald, vorbei an Heidelberg bis Sinsheim. Da haben wir, nachdem es am Abend einen wunderbaren Brombeerbrand gegeben hat, in der Pension „Freude“ (die Besitzern hiess wirklich so) sehr gut geschlafen und gefrühstückt. Am 14.06.2001 fuhren wir über Pforzheim und Bad Liebenzell entlang der Nagold durch den Nord-Schwarzwald und rauf auf die Schwäbische Alp, durch den Naturpark Obere Donau und weiter zum Bodensee. Bei Überlingen sahen wir das „Schwäbische Meer“ zum ersten Mal und es war sehr beeindruckend. Der baue Himmel, der See und die vielen Segelboote, es sah einfach schön aus. Wir versuchten in der Jugendherberge Überlingen ein Zimmer zu bekommen, aber nach der Auskunft, dass wir nur getrennt schlafen können, sind meine Frau und ich doch lieber weiter gefahren und haben in Mühlhofen auf einem Bauernhof eine Ferienwohnung bekommen. Was wir erst am nächsten Morgen bemerkten war die Tatsache, dass das Zimmer wirklich sehr nach Bauernhof roch. Und ihr könnt es ruhig glauben, ich komme auch vom Land, aber so etwas habe ich noch nicht erlebt. Es roch als wenn eine Kuh mitten ins Zimmer gek........ hatte. Am Samstag fanden wir eine Ferienwohnung in Immenstaad (sehr schön). Am Sonntag und Montag wurde der Ort erkundet (da es regnete) und am Dienstag sind wir über Ludwigshafen und Stein am Rhein nach Schaffhausen gefahren um uns den Rheinfall anzuschauen. Es war ein überwältigender Anblick die Wassermassen 25 Meter in die Tiefe stürzen zu sehen. Wir hatten sehr viel Glück, denn der Bodensee hatte Hochwasser und bedingt dadurch floss auch übermässig viel Wasser über den Wasserfall (850 Kubikmeter pro Sekunde). Normal sind des 600 Kubikmeter. Es war schon gigantisch und die Schweizer Schokolade war ebenso gut!

Ilona am Wasserfall
Eine ganze Menge Wasser
Fast so schön wie die Elbe
850 Kubikmeter sind sehr viel
Den nächsten Tag verbrachten wir auf der Insel Mainau. Wenn man sich die Blumenpracht so anschaut, hat man das Gefühl, die Gärtner und der Graf haben ein Bündnis mit dem lieben Gott geschlossen. Die Farben und der Duft war einfach überwältigend. Am Donnerstag machten wir einen Ausflug nach Bad Waldsee (Geburtsort meiner Frau). Dort haben wir einen ausgedehnten Spaziergang entlang des Sees und einen Stadtbummel gemacht. Zurück ging es über Umwege durch das wunderschöne Allgäu. Freitag war Lindau angesagt. Die Stadt am Bodensee mit ihrer Altstadt auf der Insel ist einfach sehenswert.

Die Hafenausfahrt von Lindau
Nach einem Eis an der Hafenpromenade und einem Spaziergang am Yachthafen ging es in die Innenstadt um die wunderschönen alten Fachwerkhäuser zu bestaunen und dann aufs Motorrad und entlang des Bodensees nach Immenstaad. Der Samstag war der Urlaubstag mit den meisten Motorradkilometern (ausser der Heimreisetag). Wir sind über Lindau nach Bregenz in Österreich, weiter in die Schweiz gefahren und über Konstanz nach Deutschland. Das war also unsere Dreiländer-Tour. Der Sonntag war ein Motorradfreier Tag. Es war Dorfmarkt in Immenstaat der uns nach reichlich getrunkenem Bodenseewein vom fahren abhielt. Aber der Ort ist auch zu Fuss sehenswert. Nach dem Besuch des Marktes sind wir noch durch unendliche Apfel-, Birnen- und Kirschplantagen gegangen. Nachdem wir die Blasen an den Füssen versorgt hatten, wurde der Abend auf dem Balkon verbracht. Montags ging es durch das wunderschöne Bayerische Voralpenland nach Türkheim zu unseren Freunden, bei denen wir einen traumhaften Tag verbrachten. Auf der Rücktour um ca. 22.00 Uhr haben wir mit dem Bike etwa 1000 mal soviel Mücken gekillt wie uns am Abend gestochen hatten. Dienstag war das Pfahlbau Museum in Uhldingen angesagt, wo ca. 15 Häuser nach dem Muster der Steinzeit aufgebaut sind. Die ersten wurden vor 70 Jahren erstellt. Durch die ausgestellten Gerätschaften kann man einen Einblick der Lebensweise unserer Vorfahren bekommen. Einen Besuch kann ich nur empfehlen.
Pfahlbauten in Uhldingen

Nachmittags haben wir die Klosterkirche Birnau besucht und waren total überwältigt von all der Pracht und dem Prunk in der Kirche.

Klosterkirche in Birnau

Wieder draussen, sassen wir noch eine ganze Weile auf der Klostermauer und genossen den tollen Blick über den See. Mittwoch sind wir nach Meersburg gefahren und haben die gut erhaltene mittelalterliche Stadt erkundet. Nach dem Besuch am Hafen und dem Schloss waren wir in OMAS LADEN (müsst ihr unbedingt besuchen). Dort gibt es sehr schönes Blechspielzeug zu sehen. Unter anderem auch Blechschiffe, die durch eine Modelanlage fahren. Nachdem wir am Donnerstag einen Ruhetag zu Hause eingelegt hatten, sind wir am Freitag in Richtung Schwarzwald gefahren. Über Tuttlingen gelangten wir an den Tittisee und waren wieder einmal total geschockt was doch in einem so kleinen Ort für Andenkenläden passen oder auch was man doch für einen Müll kaufen kann. Nach dem Schreck am Titisee machte dann unsere Urlaubs- Abschlusstour durch den Schwarzwald noch mehr Spass. Abends wurde noch gepackt und am Samstagmorgen ging es über die Autobahn Richtung Hamburg, was auch bis Göttingen ganz gut klappte, aber dann erwartete uns der schöne "Norddeutsche Regen "der uns bis nach Hamburg begleitete.

Fazit : Es war ein super Urlaub in einer super Landschaft mit super Weinen, super Touren und einer super Sozia!

Aktualisiert 13.11.2008